Habecks Knall-Abgang: Ex-Vizekanzler verlässt Bundestag mit Pöbel-Attacke

Habecks Knall-Abgang: Ex-Vizekanzler verlässt Bundestag mit Pöbel-Attacke

Robert Habeck zieht sich aus der Bundespolitik zurück und teilt dabei kräftig aus – seine Wut-Rede gegen Klöckner und Söder hat es in sich.

Schluss mit Bundestag: Habeck macht Ernst

Es ist offiziell: Robert Habeck (55) verlässt zum 1. September den Bundestag. Der ehemalige Wirtschaftsminister und Grünen-Politiker hat sein Mandat zurückgegeben, wie die Bild-Zeitung berichtet. In einer Chat-Nachricht an seine Parteifreunde soll Habeck geschrieben haben, er habe „in den Sommerferien intensiv nachgedacht“ und sei zu dem Schluss gekommen, „dass mein Weg mich aus dem Bundestag herausführen muss“.

Monatelang hatte der frühere Vizekanzler offen gelassen, ob er sein Mandat behalten will. Parallel wurden immer neue Pläne bekannt – Lehraufträge in Dänemark und den USA sowie ein mögliches Theater-Debüt im Berliner Ensemble. Nun steht seine Entscheidung fest.

Wut-Ausbruch gegen Julia Klöckner: „Fehlbesetzung!“

Doch Habeck geht nicht leise – er knallt die Tür zu. In einem Interview mit der „taz“ rechnet der sonst so besonnene Politiker schonungslos mit der Union ab. Sein Hauptvorwurf: „Schwarz-Grün ist von der Union – Merz, Söder, Spahn, Klöckner – verächtlich gemacht und zerstört worden.“

Besonders hart trifft es Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (52, CDU). Habeck wirft ihr vor, sie habe „die Gesellschaft gespalten“ – „ob mutwillig oder aus Dämlichkeit, weiß ich nicht“, wie die „taz“ zitiert. Seine Begründung: Klöckner lässt zwar die Regenbogenfahne am Internationalen Tag gegen Homophobie hissen, aber nicht mehr am Christopher Street Day.

„Sie hat immer nur polarisiert, polemisiert und gespalten“, ätzt Habeck weiter. „Von Anfang an sei klar gewesen, dass sie eine Fehlbesetzung ist.“

Söders „fetischhaftes Wurstgefresse“

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (58, CSU) bekommt sein Fett weg. Der hatte Habeck im Wahlkampf wiederholt attackiert und ihn als „schlechtesten Wirtschaftsminister, den die Bundesrepublik Deutschland je hatte“ bezeichnet.

Habeck kontert nun mit drastischen Worten: „Dieses fetischhafte Wurstgefresse von Markus Söder ist ja keine Politik“, wütet er in der „taz“. „Und es erfüllt dennoch einen Zweck. Es lenkt ab von den Gründen, die Menschen haben können, sich nicht gesehen und nicht mitgenommen zu fühlen.“

Merz ausgelacht: Der Moment der Erkenntnis

Ein Schlüsselmoment für Habecks Rückzugsentscheidung war eine Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz, wie er der „taz“ erklärt. „Als Friedrich Merz seine Regierungserklärung vor den Sommerferien gehalten hat, da hat er quasi meine Wahlkampfrede gehalten“, berichtet Habeck. Die Rede über die Lockerung der Schuldenbremse für Verteidigung und Infrastruktur habe ihn zum Klatschen und Lachen gebracht.

In einem Instagram-Video legt der Ex-Minister nach: „Das Lachen war in Wahrheit auch ein Auslachen.“ Er habe aus einer Position des Zynismus geklatscht – eine Haltung, die ihn selbst erschreckte.

Abschied ohne Häme

Trotz seiner scharfen Kritik will Habeck nicht als „höhnisch-zynischer Kommentator“ enden, wie er in seinem Abschiedsvideo betont. „Ich will weder ein höhnisch-zynischer Kommentator sein, noch will ich wie ein Gespenst über die Flure laufen und sagen: Früher war ich mal Vizekanzler, erinnert ihr euch?“

Quelle: Bild

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