Nach dem weitgehend ergebnislosen Treffen zwischen Vertretern Russlands und der Ukraine in Istanbul will US-Präsident Donald Trump offenbar selbst das Heft in die Hand nehmen: Ein persönliches Gespräch mit Wladimir Putin sei der einzige Weg, um Fortschritte zu erzielen, erklärte er.
Währenddessen kündigt die EU bereits weitere Strafmaßnahmen gegen Moskau an. Hintergrund sind die anhaltenden Angriffe auf die Ukraine – und ein brisanter Zwischenfall im Nordosten des Landes.
Bei einem russischen Angriff auf einen zivilen Bus in der Region Sumi sind nach ukrainischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Weitere Passagiere wurden verletzt. Das teilte der regionale Militärchef Ihor Tkatschenko auf Telegram mit. Rettungskräfte und Ärzte seien im Einsatz.
Trump: „Ich will Putin persönlich treffen“
In einem Interview mit Fox News betonte Trump, dass ein persönliches Treffen mit dem russischen Präsidenten „wahrscheinlich geplant“ werde. Er sei es leid, dass „andere Leute hin- und herreisen“ würden, ohne Ergebnisse zu erzielen. „Ich denke, wir werden eine Einigung finden“, so Trump.
Das Interview wurde während seines Aufenthalts im Nahen Osten aufgezeichnet. Nach Besuchen in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten war der frühere Präsident nach Washington zurückgekehrt. Bereits an Bord der Air Force One hatte er angekündigt, Putin anrufen zu wollen – „sobald wir das einrichten können“. Trotz aller Spannungen hatte das Treffen zwischen der Ukraine und Russland einen kleinen diplomatischen Erfolg gebracht: Beide Seiten einigten sich darauf, in den kommenden Tagen 1.000 Gefangene auszutauschen. Russlands Präsident Putin hatte an den Gesprächen in Istanbul jedoch nicht persönlich teilgenommen. Die Erwartungen an das Treffen waren entsprechend gering.
Credit: APA
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