Luxus-Gagen bis zu 472.000 Euro im Jahr, dazu Spitzen-Verdiener in den Landesstudios und noch dazu ein Zulagen-Paradies: Das alles wirft die FPÖ auf Basis des eben erschienen ORF-Transparaenz-Berichts dem Staatsfunk vor.
Erneut machten heute FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker (APA-Bild unten) und ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler (FPÖ) Druck auf nötige Reformen. Westenthaler: „Die im Nationalrat beschlossene ORF-Gremienreform ist ein Riesenschmäh, damit hat die Regierung ihren Einfluss im ORF einzementiert. Insgesamt fahren wir mit diesem ORF auf die Wand zu.“
Westenthaler: Alle ORF-Luxusgagen um 50 Prozent kürzen
Westenthaler kritisierte einige deutliche Gehaltssprünge, die teils auf ein „großzügiges Prämiensystem“ zurückzuführen seien. Dieses müsse offengelegt und begründet werden, forderte er die ORF-Geschäftsführung auf. Zudem sprach er sich dafür aus, die Spitzengehälter allesamt um 50 Prozent zu kürzen. Das würde auf alle Fälle die zehn Top-Verdiener des Staatsfunks betreffen, die insgesamt mehr als drei Millionen Euro im Jahr kassieren – darunter ist auch der ZiB2-Journalist Armin Wolf oder der Ö3-Frühstsücksradio-Moderator Robert Kratky.
Die ORF-Führung reagierte auf diesen Angriff mit einer Presse-Aussendung: „Der ORF weist die heute in einer Pressekonferenz von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker und ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler erhobenen Vorwürfe, der ORF wäre ein Privilegienstadl, habe politische Schlagseite, Moderatoren seien politische Agitatoren, es gebe Versorgungsposten sowie politischen Einfluss und der ORF sei ineffizient, entschieden zurück. Auch die Zuseherzahlen sinken nicht, wie fälschlich behauptet. Weiters hat der ORF auch seine Aufsichtsgremien hinsichtlich des Transparenzberichts nicht falsch informiert.“
Neueste Kommentare