Der Teenager, ein „politisch interessierter Jugendlicher“, besuchte Wahlveranstaltungen verschiedener Parteien, darunter CSU und Freie Wähler. Auch eine AfD-Veranstaltung war dabei, bei der das umstrittene Foto mit Krah entstand. Der Jugendliche postete es aus Social-Media.
Pfarrer mit Nazi-Vorwurf
Als das Bild den Pfarrer erreichte, lud dieser den Ministranten zum Gespräch. Doch anstatt eines offenen Dialogs soll es laut einem Bericht der deutschen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ eher eine Art Verhör geworden sein. Der Geistliche konfrontierte den Jugendlichen mit einem Ausdruck des Fotos und legte los: Krah sei ein „Obernazi“, die AfD wolle „Asylantenheime anzünden und Ausländer umbringen“. Der Ministrant sei ein „scheinheiliger, falscher und verlogener Christ“ – es folgte der Rauswurf.
Familie fordert Konsequenzen
Die Familie ist fassungslos. Ihr Sohn sei seit neun Jahren „Ministrant mit Leib und Seele“, aktiver Wallfahrer und spiele sogar mit dem Gedanken, selbst Pfarrer zu werden. Nach dem Rauswurf brach der Teenager in Tränen aus, fühlte sich zutiefst beleidigt und ungerecht behandelt. In zwei Gesprächen mit dem Bistum Passau und dem Rathaus blieb der Pfarrer jedoch hart: Er bestritt, den Nazi-Vorwurf ausgesprochen zu haben, verteidigte aber die Entscheidung.
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