EU kündigt 710 Millionen Euro für Vertriebene und Krisenregionen an

EU kündigt 710 Millionen Euro für Vertriebene und Krisenregionen an

Zum Abschluss der hochrangigen Woche der UNO-Generalversammlung in New York hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein neues Hilfspaket vorgestellt: Fast 710 Millionen Euro sollen an Vertriebene in Afrika südlich der Sahara sowie an Menschen in Krisengebieten weltweit gehen. Mehr als die Hälfte davon ist für migrationsbezogene Maßnahmen vorgesehen.

Angekündigt per Video

Eigentlich hätte von der Leyen das Paket beim Global Citizen Festival in New York präsentieren sollen. Weil das Konzert wegen Unwetters abgesagt wurde, lief ihre Botschaft laut Agenturberichten per Video. Die EU-Kommission veröffentlichte die Details am 26. September. „Konflikte, extreme Wetterereignisse und steigende Lebenshaltungskosten bringen das Leben vieler Menschen auf der ganzen Welt aus dem Gleichgewicht“, sagte von der Leyen. Mit dem Paket sollen vertriebene Gemeinschaften in Afrika unterstützt werden – und ebenso jene Gemeinden, die sie aufnehmen.

380 Millionen für Migrationsmaßnahmen

Der größte Posten betrifft die Migration: 380 Millionen Euro fließen laut Kommission zusätzlich in „migrationsbezogene Maßnahmen“ in Ländern südlich der Sahara. Im Mittelpunkt stehen der Schutz besonders gefährdeter Migranten, die Unterstützung freiwilliger Rückkehr und Wiedereingliederung, der Aufbau von Migrationsverwaltung sowie die Reaktion auf Vertreibung. Wie exxpress unter Berufung auf die Kommission berichtet, gehen außerdem 7,5 Millionen Euro in die Demokratische Republik Kongo, um die Ebola-Bekämpfung und die langfristige Vorsorge zu stärken.

252 Millionen für humanitäre Hilfe

Für akute Notlagen sind 252 Millionen Euro vorgesehen, etwa für Menschen, die unter Konflikten, Vertreibung, Epidemien oder Naturkatastrophen leiden. Laut Kommission gehen davon 97 Millionen Euro nach Afrika südlich der Sahara und 103 Millionen Euro an Menschen in Palästina und im Libanon. Weitere 52 Millionen Euro sind laut exxpress für die Ukraine vorgesehen, etwa für Winterhilfe, Unterkünfte und Soforthilfe im Energiebereich. Für die 252 Millionen steht demnach noch die endgültige Zustimmung der zuständigen Budgetbehörde aus.

Auch Gesundheit ist Teil des Pakets

Nicht in allen Berichten erwähnt, aber Teil der Kommissionsmitteilung: Das Paket umfasst auch Maßnahmen im Gesundheitsbereich. Dazu zählen eine EU-Garantie, die private Investitionen in Gesundheits- und Ernährungsunternehmen in Afrika mobilisieren soll, ein von der EU abgesicherter Kredit der Europäischen Investitionsbank für die Impfstoffproduktion in Kolumbien und 60 Millionen Euro für die medizinische Grundversorgung in Äthiopien.

Credits: European Union , 2026

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