Die USA machen ernst. Wie das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X ankündigte, blockiert das amerikanische Militär ab heute sämtliche Häfen des Irans. Präsident Donald Trump will das Land damit in die Knie zwingen, nachdem Friedensverhandlungen am Wochenende gescheitert sind. Die Maßnahme betrifft auch die für den globalen Ölhandel extrem wichtige Straße von Hormuz.
Gescheiterte Geheim-Gespräche
Die Fronten sind verhärtet. Vizepräsident JD Vance verhandelte für die USA ganze 21 Stunden lang im pakistanischen Islamabad mit der iranischen Führung, wie die Associated Press (AP) berichtet. Das Ziel war ein Ende des Krieges, der Ende Februar mit US-israelischen Angriffen begann. Doch der Iran weigerte sich, sein Atomprogramm aufzugeben und forderte stattdessen Schadenersatz. Trump platzte daraufhin der Kragen. Auf seiner Plattform Truth Social kündigte der Präsident an, dass jedes Schiff, das dem Iran eine illegale Maut zahlt, gnadenlos abgefangen wird.
Irans eiskalte Drohung
Die Antwort aus Teheran ließ nicht lange auf sich warten. Die iranischen Streitkräfte bezeichnen das Vorgehen der USA als „Akt der Piraterie“. Ein Sprecher der Militärführung machte laut der Nachrichtenagentur Tasnim klar: „Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden.“ Die Botschaft ist eindeutig: Wenn Irans Häfen blockiert werden, ist kein Schiff in der Region mehr sicher. Laut einem Bericht des Wall Street Journal erwägt Donald Trump sogar begrenzte Militärschläge, um Teheran zum Einlenken zu zwingen.
Schock an der Zapfsäule
Für uns Autofahrer bringt dieser Konflikt bittere Folgen mit sich. Weil rund 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs durch die nun blockierte Meerenge fließen, schießen die Preise rasant in die Höhe. Wie Reuters meldet, kletterte der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent sofort um satte sieben Prozent auf über 102 US-Dollar. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf wandte sich auf X spöttisch direkt an die amerikanische Bevölkerung: „Habt Spaß mit den aktuellen Spritpreisen.“
Die Welt schaut besorgt zu
International sorgt der knallharte Kurs der USA für große Unruhe. Der britische Premierminister Keir Starmer stellte im BBC Radio klar, dass sich sein Land nicht in diesen Konflikt hineinziehen lässt und die Blockade definitiv nicht unterstützt. Auch China mahnte alle Seiten zur Ruhe. Sogar der Vatikan mischte sich ein: Papst Leo XIV. verurteilte den Krieg scharf und forderte Friedensgespräche. Das ließ Donald Trump nicht auf sich sitzen und schoss laut AP auf Truth Social zurück, der Papst sei „schrecklich in der Außenpolitik“.
Quellen: oe24.at, Reuters, Associated Press (AP), Wall Street Journal
Credits: APA
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