Enthüllung: So sollen ARD und ZDF die Berichterstattung über Migration beeinflussen

Enthüllung: So sollen ARD und ZDF die Berichterstattung über Migration beeinflussen

Berlin/Mainz – Ein brisantes Thema sorgt für Aufregung: Interne Schulungen von ARD und ZDF zeigen, wie Reporter über Migration sprechen sollen. Die Enthüllungen werfen Fragen zur Neutralität der öffentlich-rechtlichen Sender auf. BILD hat die Schulungsunterlagen des „Mediendienst Integration“ eingesehen – und die Details sind explosiv.

Politisch korrekt – aber auf wessen Kosten?

Die Schulungen, die von ARD und ZDF angeboten werden, stammen von der NGO „Mediendienst Integration“. Finanziert werden diese Kurse unter anderem mit Steuergeldern. Laut einer internen ZDF-Mail werden den Mitarbeitern zwölf freiwillige Online-Kurse angeboten, in denen sie lernen, welche Begriffe sie verwenden – und welche sie besser vermeiden sollten.

Ein Beispiel: Das Wort „Flüchtling“ wird als problematisch dargestellt, da die Endung „-ling“ angeblich „verkleinernd“ wirke. Stattdessen wird der Begriff „Geflüchteter“ empfohlen. Doch Kritiker sehen darin eine unnötige Sprachregelung. Fakt ist: Der Begriff „Flüchtling“ ist in der Genfer Flüchtlingskonvention klar definiert.

Begriffe auf dem Prüfstand

Die Schulungen gehen noch weiter. Begriffe wie „Flüchtlingswelle“ sollen vermieden werden, da sie eine Bedrohung suggerieren könnten. Auch die Nennung der Herkunft von Straftätern wird nur empfohlen, wenn sie „inhaltlich von Bedeutung“ sei – etwa bei Terroranschlägen. Doch diese Praxis sorgt für Diskussionen. BILD betont: „Die Nationalität gehört genauso wie Alter oder Beruf zu einer Person.“

Steuergelder im Fokus

Besonders brisant: Die Finanzierung der Schulungen. Laut Angaben flossen rund drei Millionen Euro von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, zusätzlich 280.642 Euro vom Bundesinnenministerium und fast eine Million Euro aus dem EU-Migrationsfonds. Verfassungsrechtler Volker Boehme-Neßler kritisiert: „Indirekt finanziert der Staat die Weiterbildung der Journalisten. Das verstößt gegen das Gebot der Staatsferne.“

Kritiker schlagen Alarm

Anja Stürzl von der „Initiative Transparente Demokratie“ warnt vor einer politischen Einflussnahme: „Die Bundesregierung fördert eine NGO, die politisch tendenziöse Inhalte produziert. ARD und ZDF übernehmen diese Inhalte in ihre Schulungen.“ Die ARD weist die Vorwürfe zurück und betont, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten würden. Das ZDF reagierte auf Anfragen von BILD nicht.

Credits: APA

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