Chaos im Kaufland: 27-Jähriger Afghane verwüstet Supermarkt in Thüringen

Chaos im Kaufland: 27-Jähriger Afghane verwüstet Supermarkt in Thüringen

Ein Video geht viral, die Polizei spricht von einem „Ausnahmezustand“ – und ein Supermarkt in Altenburg bleibt auf dem Schaden sitzen. Was am Donnerstagabend in einer Kaufland-Filiale passierte, sorgt bundesweit für Diskussionen.

Der Vorfall: Regal für Regal

Am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, gegen 18:20 Uhr betritt ein 27-jähriger Afghane die Kaufland-Filiale in der Kauerndorfer Allee in Altenburg-Nord. Was folgt, dauert keine Viertelstunde – hinterlässt aber ein Trümmerfeld. Wie BILD berichtet, zieht der Mann mit beiden Händen Gemüsekisten vom Tisch, wirft Paletten mit Sektflaschen um und leert ganze Regalreihen. Konservengläser prallen auf die Fliesen, Gurkenbrühe vermischt sich mit Sekt und Nuss-Nugat-Creme.

Drei Verkäuferinnen sprechen den Randalierer mehrfach an. Eine von ihnen ruft: „Wir rufen die Polizei.“ Der 27-Jährige hält kurz inne, antwortet ruhig: „Ja, holen Sie die Polizei“ – und macht weiter. Als eine Frau versucht, ihn zu beruhigen und sagt „Es ist wirklich alles gut“, schleudert ihr der Mann ein Gemüsenetz mit Kartoffeln entgegen.

Keine Security – zwei Handwerker greifen ein

Kunden wichen aus, filmten die Szene oder informierten andere im Markt – Mitarbeiter riefen verzweifelt: „Wo bleibt die Security?“ Hitkanal Die ernüchternde Antwort: Es waren keine Wachleute vor Ort. Zwei zufällig anwesende Handwerker übernahmen schließlich das, was eigentlich Aufgabe des Sicherheitspersonals gewesen wäre. Sie gingen ruhig auf den Mann zu, nahmen ihn in die Mitte und eskortierten ihn zum Ausgang – kurz darauf traf die Polizei ein.

Laut der offiziellen Pressemitteilung der Landespolizeiinspektion Gera befand sich der Tatverdächtige in einem psychischen Ausnahmezustand und wurde zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht. Presseportal

Schaden in mittlerer vierstelliger Höhe

Polizeikommissarin Selina Rolle bestätigte gegenüber BILD: „Bei dem Täter handelte es sich um einen 27-jährigen Afghanen, der kistenweise Waren aus den Regalen auf den Fußboden warf. Der Afghane befand sich in einem psychischen Ausnahmezustand – er wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus verbracht.“ Den entstandenen Sachschaden schätzt sie auf eine „mittlere vierstellige Summe“. Hitkanal

Am darauffolgenden Samstag waren die Böden wieder gesäubert, die Regale aufgefüllt – doch verbeulte Aufsteller und Scherben erinnerten noch an den Vorfall. Eine Verkäuferin sagte gegenüber BILD: „Es war schrecklich. Schlimm, dass wir nicht mal mehr Security-Leute haben, die die Kunden und uns schützen.“ Eine Anfrage von BILD an die Kaufland-Zentrale zu den Hintergründen der Einsparungen blieb demnach bislang unbeantwortet.

Ermittlungen dauern an – kein politisches Motiv

Zu den Hintergründen der Tat dauern die Ermittlungen an. Die Polizei prüft derzeit alle möglichen Motive. Hinweise auf einen extremistischen Zusammenhang liegen nach aktuellem Stand nicht vor. Ilgiornaledelticino Der Mann wurde nicht in Untersuchungshaft genommen, sondern in psychiatrische Behandlung überwiesen. Ob und wann strafrechtliche Konsequenzen folgen, ist derzeit offen.

Das Video des Vorfalls kursiert seit Tagen in den sozialen Netzwerken und hat eine breite Debatte ausgelöst – über Sicherheit in Supermärkten, über den Umgang mit psychisch auffälligen Tätern und über die Frage, wer letztlich für den entstandenen Schaden aufkommt.


Quellen: BILD (22.02.2026), Landespolizeiinspektion Gera / Presseportal (Pressemitteilung vom 19.02.2026), Apollo News, ABG-Net.de
Credits: APA

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