Die ÖVP-SPÖ-NEOS-Regierung verdoppelt fast das Jahresbudget der weißen Hengste – die Spanische Hofreitschule erhält künftig 4,5 Millionen Euro. Bei Familien und Pensionisten wird aber bekanntlich radikal gespart.
Sie sind sehr nett anzusehen, eine wunderbare Touristen-Attraktion und gehören zu Österreich wie Mozartkugel, Neutralität und der Veltliner: Die 70 Lipizzaner und die gesamte Crew der Spanischen Hofreitschule im Michaelertrakt der Wiener Hofburg bekommen künftig mehr Steuergeld – trotz des von der schwarz-rot-pinken ausgerufenen Spar-Befehls wird das Budget der Hofreitschule von 2,5 auf 4,5 Millionen Euro erhöht, wie die Krone aktuell berichtet.
Für weiße Hengste ist noch Geld da
Dass die Vierbeiner nun Stocker, Babler und Meinl-Reisinger mehr am Herzen liegen als Österreichs Pensionisten, denen über die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge zwischen 150 und 300 Euro jährlich weggenommen werden, soll so nicht stimmen: Laut einer Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums wird die Aufstockung der Mittel mit „unaufschiebbaren Investitionen“ begründet.
Die Erhöhung der Budgetmittel für 70 schöne und vermutlich auch gelehrige Pferde kommt auch zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung die Familien mehr belastet: Wie von exxtra24 berichtet, soll es keine Inflationsabgeltung mehr geben – also alles wird teurer, doch die Familienbeihilfe steigt nicht mehr mit. Der Durchschnittsbetrag an Familienbeihilfe beträgt 164,60 € pro Kind pro Monat. 2026 würde durch die Valorisierung (prognostiziert 2,6 %) eine durchschnittliche Erhöhung um monatlich 4,20 € pro Kind erfolgen, im Jahr sind das 50 Euro weniger pro Kind. Bei drei Kindern verliert eine Familie 150 Euro jährlich.
Wer am Ende des Monats als Alleinerzieherin oder Familienvater dann aufgrund der Regierungs-Einsparungen keinen Euro mehr am Konto hat, der kann sich trösten: Zumindest den Lipizzanern geht’s gut. Immerhin.
Credit: APA
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