Wie die Polizei erst Anfang der Woche bekanntgab, wartete der Jugendliche gegen 21 Uhr an der Haltestelle Annaberger Straße auf die Straßenbahn. Plötzlich forderte ihn eine Gruppe fremder Teenager auf, Jacke, Kopfhörer und Bargeld herauszurücken. Der Bub gehorchte – doch damit war der Albtraum noch lange nicht vorbei!
Die Bande drängte ihn in die Linie 11 und schlug während der Fahrt auf ihn ein. Am Connewitzer Kreuz zerrten sie ihn aus der Tram, marschierten mit ihm zur Skaterbahn an der Prinz-Eugen-Straße. Doch auch dort endete die Tortur nicht.
Syrer bereits amtsbekannt
Gegen 23.30 Uhr wurde der Schüler erneut in eine Bahn gezwungen – diesmal Linie 9 Richtung Hauptbahnhof. Ziel: der Leipziger Zoo. Dort drohten ihm die Angreifer abermals und forderten, dass er aus seiner Wohnung ein Handy holen solle. Doch der Bub bewies Mut, täuschte Zustimmung vor – und rief die Polizei.
Großeinsatz in der Nacht! Gegen 0.30 Uhr schnappten Beamte zwei Tatverdächtige (15 und 16) in der Nähe. Beide stammen aus Syrien, beide sind laut Polizei keine Unbekannten: „Sie sind bereits wegen ähnlicher Delikte auffällig geworden“, so Sprecher Chris Graupner.
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