27 Millionen Euro Schaden: TV-Star vor Gericht

Er gab im Fernsehen den superreichen Investor, war vielen Jungunternehmern ein Vobild. Alles nur Show, alles nur Betrug? Die Staatsanwaltschaft wirft Mattes vor, zwischen 2011 und 2013 die Bilanzen seiner Firma gefälscht und Investoren gezielt getäuscht zu haben.

Laut Oberstaatsanwalt Stefan Siegwart basierten 98 Prozent der angegebenen Umsätze auf falschen Angaben. Die Täuschung soll dazu gedient haben, Aktien zu überhöhten Preisen zu verkaufen. Der mutmaßliche Schaden: 27 Millionen Euro.

Falsche Angaben über sein Vermögen

Zusätzlich zu den gefälschten Unternehmenszahlen soll Mattes 2014 mit manipulierten Dokumenten sechs Millionen Euro erlangt haben. Außerdem habe er 2018 bei Kreditverhandlungen unzutreffende Angaben über seine Vermögensverhältnisse gemacht: Statt der angegebenen 500 Millionen Euro in Luxemburg verfügte er lediglich über Überziehungslinien bei österreichischen Banken, die er voll ausschöpfte und nicht zurückzahlte.

Was ihm droht

Im schlimmsten Fall drohen dem ehemaligen TV-Investor bis zu zehn Jahre Haft. Mattes bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet die Investitionsverluste als normales geschäftliches Risiko. Ein schnelles Urteil ist jedoch nicht zu erwarten, da sich der Prozess voraussichtlich über einen längeren Zeitraum hinziehen wird. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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