22-Millionen-Klinik-Behandlungen: Wer zahlt die Rechnung für den Patienten-Ansturm aus dem Ausland?

22-Millionen-Klinik-Behandlungen: Wer zahlt die Rechnung für den Patienten-Ansturm aus dem Ausland?

Es ist eine Zahl, die sprachlos macht und für hitzige Debatten sorgt: Stolze 21.896.772 Behandlungen haben ausländische Staatsbürger in Österreichs Spitälern in Anspruch genommen – und das allein im Zeitraum von 2015 bis 2024. Die brisanten Daten stammen aus einer aktuellen Anfragebeantwortung von Gesundheitsministerin Johannes Rauch (Grüne), die nun für reichlich Zündstoff sorgt. Doch während die Zahlen auf dem Tisch liegen, bleibt eine entscheidende Frage unbeantwortet: Wie viel davon mussten Österreichs Steuerzahler blechen?

6.000 Behandlungen pro Tag: Ein System am Limit

Die nackten Fakten zeichnen ein Bild der extremen Belastung. Umgerechnet bedeutet die gigantische Summe, dass jeden einzelnen Tag rund 6.000 Klinikbesuche auf das Konto von Patienten gingen, die keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Besonders auffällig ist die Verteilung der Herkunftsländer: Mit weitem Abstand führen türkische Staatsbürger die Liste an – sie verzeichneten laut exxpress.at satte 9,3 Millionen Behandlungen. Dahinter reihen sich Syrer und Afghanen mit jeweils rund 2,7 Millionen Kontakten ein, gefolgt von Ukrainern mit 1,2 Millionen.

Die FPÖ und ihre Abgeordnete Katayun Pracher-Hilander schlagen Alarm. In einer Presseaussendung via OTS bezeichnet Pracher-Hilander die Zahlen als „Skandal“. Sie kritisiert scharf, dass „unser Gesundheitssystem systematisch von Einwanderern blockiert“ werde, während die heimische Bevölkerung oft monatelang auf wichtige Operationen warten müsse. Besonders die 500.000 Behandlungen für afghanische Staatsbürger allein in den letzten drei Jahren sind den Freiheitlichen ein Dorn im Auge.

Blindflug bei den Kosten: Ministerium tappt im Dunkeln

Das eigentliche Politikum liegt jedoch nicht nur in der schieren Masse der Behandlungen, sondern im finanziellen Nebel, der darüber liegt. Wie exxpress.at aufdeckt, kann das Gesundheitsministerium zwar penibel auflisten, welche Nationalität wie oft im Wartezimmer saß – doch wer die Zeche zahlte, ist oft unklar. Ob die Patienten regulär versichert waren, eine E-Card besaßen oder ob die Kosten direkt vom Staat (und damit vom Steuerzahler) übernommen wurden, lässt sich aus den Daten nicht herauslesen.

Das Ministerium musste in seiner Anfragebeantwortung einräumen, dass diese spezifischen Daten schlichtweg nicht vorliegen. Ein Umstand, der Kritiker fassungslos zurücklässt. „Der Staat kann zählen, aber nicht zuordnen“, resümiert der exxpress.

Gesundheitstourismus: Ein offenes Geheimnis?

Ein weiterer Aspekt heizt die Stimmung zusätzlich an: der sogenannte „Gesundheitstourismus“. Immer wieder gibt es Berichte über Fälle, in denen Migranten gezielt nach Österreich reisen, um medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen. Wie Austria First in seinem „Journal um 7 Uhr“ hervorhebt, haben in den letzten zehn Jahren „zum Teil illegale Einwanderer“ diese Millionen an Behandlungen konsumiert. Auch hier fehlt es an belastbaren Statistiken. Niemand weiß genau, wie viele Menschen einen Asylantrag möglicherweise nur als „Eintrittskarte“ für eine teure Operation nutzen, bevor sie wieder abgeschoben werden oder untertauchen.

Wer zahlt wirklich? Die undurchsichtige Sozialhilfe-Rechnung

Um die Dimensionen zu verstehen, lohnt ein Blick auf die finanzielle Versorgung von Flüchtlingen. Wie Der Standard recherchierte, erhalten Asylwerber in der Grundversorgung zwar nur ein Taschengeld von 40 Euro monatlich, sind aber krankenversichert. Sobald jedoch der Asylstatus anerkannt ist oder subsidiärer Schutz gewährt wird, rutschen viele in die Mindestsicherung.

Das Fazit ist ernüchternd: Österreichs Spitäler arbeiten am Anschlag, das Personal ist ausgebrannt, und die Wartezeiten für alle Patienten werden länger. Während die Politik über Zuständigkeiten streitet, bleibt der Steuerzahler auf einer Rechnung sitzen, deren exakte Höhe niemand beziffern will – oder kann.

Quellen: Exxpress.at, OTS.at, Austria First, Der Standard

Credits: APA

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