15 Prozent: Die SPÖ kommt aus dem Umfragetief nicht heraus

15 Prozent: Die SPÖ kommt aus dem Umfragetief nicht heraus

Die FPÖ legt zu, die Regierungsparteien verlieren – und am härtesten trifft es wieder einmal die SPÖ. In der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage für oe24 steht die Partei von Vizekanzler Andreas Babler bei nur noch 15 Prozent, knapp über ihrem bisherigen Allzeittief.

Ein Punkt weniger, und das Tief rückt näher

Für die Erhebung wurden von 14. bis 22. September 2.000 Personen befragt, die maximale Schwankungsbreite liegt bei 2,2 Prozentpunkten. Die SPÖ verliert gegenüber der Vorwoche einen Punkt und landet bei 15 Prozent – nur einen Zähler über dem bisherigen Tiefstwert von 14 Prozent in den oe24-Umfragen. Zum Vergleich: Bei der Nationalratswahl 2024 kam die SPÖ noch auf 21,1 Prozent.

Die Grünen im Nacken

Besonders unangenehm für die Sozialdemokraten ist der Blick auf die Konkurrenz im eigenen Lager. Die Grünen kommen in derselben Umfrage auf 13 Prozent und liegen damit nur noch zwei Punkte hinter der SPÖ. Dazu kommt die KPÖ, die mit 4 Prozent bereits zum dritten Mal in Folge die Hürde für den Einzug in den Nationalrat nehmen würde.

Babler auch in der Kanzlerfrage unter Druck

Auch persönlich läuft es für den Parteichef nicht besser: In der Kanzlerfrage verliert Babler leicht und wird von Grünen-Chefin Leonore Gewessler mit 8 Prozent eingeholt. Klar vorne bleibt FPÖ-Chef Herbert Kickl mit 33 Prozent. Schon zuvor hatte das „Heute“-Politbarometer von Unique Research gezeigt, dass Babler 53 Prozent der Befragten zuletzt negativ aufgefallen war – ein Rekordwert.

Die Personaldebatte bleibt

Die schwachen Werte fallen in eine Phase, in der die Führungsfrage in der SPÖ ohnehin offen diskutiert wird. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtete, bezeichnete Bau-Holz-Gewerkschafter Josef Muchitsch Babler in einer internen Präsentation als „für viele nicht wählbar“ und forderte eine „personelle Neuausrichtung“. Laut „Krone“ soll zudem das Umfeld von Medienmanager Gerhard Zeiler bereits Gespräche mit mehreren SPÖ-Landesorganisationen über einen Wechsel an der Spitze geführt haben. Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim hatte dagegen im oe24.TV-Interview garantiert, dass Babler auch im Jänner noch Vizekanzler und Parteichef sein werde.

Die Koalition insgesamt weit weg von einer Mehrheit

Auch ÖVP und NEOS geben ab: Die Kanzlerpartei von Christian Stocker fällt auf 21 Prozent (minus 1), die NEOS kommen auf 6 Prozent. Die FPÖ steigt dagegen auf 38 Prozent und liegt damit nur einen Punkt unter ihrem bisherigen Höchstwert. Umgerechnet kämen ÖVP, SPÖ und NEOS laut Hochrechnung nur noch auf 79 Mandate – so wenig wie noch nie in den oe24-Umfragen. Derzeit verfügt die Koalition über 109 Sitze, für eine Mehrheit braucht es 92.

Credits: Parlamentsdirektion/​Katie-Aileen Dempsey

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