Während Österreich in die Pfingstferien geht, heißt es für tausende Kinder: zurück ins Klassenzimmer. Heuer ist die Sommerschule erstmals für bestimmte Gruppen verpflichtend – und die Teilnehmerzahlen sind so hoch wie nie.
48.200 angemeldet – 14.300 davon Pflicht
Wie oe24.at unter Berufung auf ORF-Berichte und Angaben des Bildungsministeriums berichtet, wurden bislang rund 48.200 Schüler für die Sommerschule angemeldet. Davon sind 14.300 Kinder zur Teilnahme verpflichtet – vor allem jene aus Deutschförderklassen, die die nötigen Sprachkenntnisse noch nicht erreicht haben. Rund 34.000 weitere Kinder nehmen freiwillig teil. Das Ministerium rechnet damit, dass die Zahlen noch steigen werden, da nicht alle verpflichtenden Anmeldungen bereits vollständig erfasst sind.
Erstmals Pflicht – und größte Inanspruchnahme seit Corona-Einführung
Neu ist heuer: Die Sommerschule ist für bestimmte Gruppen erstmals gesetzlich verpflichtend. Betroffene Kinder verbringen die letzten beiden Ferienwochen im Unterricht, um Sprachdefizite – vor allem im Deutschen – aufzuholen. Die Sommerschule war ursprünglich während der Corona-Pandemie eingeführt worden, um Lernrückstände auszugleichen, und wurde seither weitergeführt.
Wien führt Statistik an – Lehrer-Problem gelöst
Wie oe24.at berichtet, verzeichnet Wien mit rund 13.700 angemeldeten Kindern die höchste Teilnehmerzahl aller Bundesländer, darunter mehrere tausend Pflichtteilnehmer. Auch Niederösterreich und Oberösterreich zählen zu den Ländern mit besonders hohen Zahlen.
Zuletzt war diskutiert worden, ob genügend Lehrpersonal für die Sommerschule gefunden werden könne – und ob im Notfall eine Verpflichtung nötig sei. Das hat sich laut oe24.at erledigt: Mehrere tausend Personen haben sich freiwillig gemeldet, darunter aktive Lehrkräfte, Lehramtsstudierende und Pensionisten.
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