Während viele Unternehmen mit Homeoffice, flexiblen Arbeitszeiten und attraktiven Gehältern um Fachkräfte buhlen, geht das Schweizer Tech-Start-up Forgis einen völlig anderen Weg. Auf der Plattform LinkedIn sucht das Unternehmen aus Schlieren (ZH) nach neuen Mitarbeitenden – und das mit einer Stellenausschreibung, die für hitzige Diskussionen sorgt.
100 Stunden Arbeit – und das für 70.000 Franken
Die Anforderungen sind nichts für schwache Nerven: Eine Arbeitswoche umfasst bis zu 100 Stunden, das Jahresgehalt liegt bei vergleichsweise mageren 70.000 Franken. Immerhin: Ein paar freie Sonntage werden in Aussicht gestellt. Doch wer sich hier bewirbt, sollte sich von der Idee einer gesunden Work-Life-Balance verabschieden. Laut der Plattform „Blick“ sind dennoch bereits über 100 Bewerbungen eingegangen.
Wohnen im „Hacker-Haus“
Als Anreiz bietet Forgis Unternehmensanteile von bis zu einem Prozent – ein potenziell lukratives Angebot, sollte das Start-up durch die Decke gehen. Zudem wird eine Unterkunft gestellt: ein sogenanntes „Hacker-Haus“. Dieses Konzept, bekannt aus den USA, beschreibt Wohngemeinschaften für Tech-Enthusiasten. Ob das Hacker-Haus von Forgis ähnlich gestaltet ist, bleibt unklar.
„Wir sind keine Familie“
Forgis grenzt sich bewusst von der „familiären Atmosphäre“ anderer Unternehmen ab. Stattdessen beschreibt sich das Team als „Kameraden auf einer Mission“. Intern herrsche eine Mischung aus Kooperation und Wettbewerb, genannt „Coopetition“. Ergebnisse zählen, nicht Berichte – so die klare Ansage.
Ein Angebot für Idealisten?
Die Stellenausschreibung richtet sich an Bewerber mit einem Master-Abschluss von Spitzenuniversitäten wie der ETH, Oxford oder Cambridge. Doch auch Flexibilität ist gefragt: Projekte könnten sich von einer Woche auf die andere komplett ändern.
Quellen: oe24.at, Blick
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