Österreich steht unter Hochspannung! Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) führt geheime Ermittlungen gegen die Terrororganisation Hamas. Wie das Innenministerium gegenüber der APA bestätigte, wurden bereits Beweismittel sichergestellt. Die Spuren führen quer durch Europa und deuten auf ein gefährliches Netzwerk hin, das auch in der Alpenrepublik seine Fäden zieht.
Brisante Verbindung nach Deutschland
Die Ermittlungen in Österreich stehen offenbar in direktem Zusammenhang mit einem großen Schlag gegen die Hamas in Deutschland. Dort wurden, wie die BBC berichtet, kürzlich drei mutmaßliche Mitglieder der Terrorgruppe in Berlin festgenommen. Laut der deutschen Bundesanwaltschaft sollen die Männer geplant haben, Waffen für Anschläge auf jüdische und israelische Einrichtungen in Deutschland zu beschaffen. Unter den sichergestellten Waffen befanden sich Sturmgewehre und Pistolen, meldet Al Jazeera.
Obwohl es noch keinen konkreten Anschlagsplan gab, ist die Gefahr greifbar. Die Verdächtigen sollen als Auslandsoperateure der Hamas agiert haben, um den Terror nach Europa zu tragen.
Mossad-Kooperation deckt Terror-Zelle auf
Die entscheidenden Hinweise für die Festnahmen in Berlin kamen vom israelischen Geheimdienst Mossad. Das israelische Medium „Ynet“ berichtet von einer engen Kooperation zwischen dem Mossad und den deutschen Sicherheitsbehörden. Diese Zusammenarbeit führte zur Aufdeckung der Zelle. Die Operation erstreckte sich demnach über mehrere Länder und führte auch außerhalb Deutschlands zu Festnahmen. Wie oe24 und Der Standard berichten, ist dies ein klares Indiz dafür, dass auch die Ermittlungen in Österreich Teil dieser großangelegten, internationalen Aktion sind.
Politik zeigt sich entschlossen
Die heimische Politik reagiert alarmiert, aber entschlossen. Innenminister Gerhard Karner lobte gegenüber oe24 die „hohe Ermittlungskompetenz“ der DSN im Kampf gegen Extremismus. Die wiedererlangte internationale Anerkennung des österreichischen Verfassungsschutzes sei ein „Garant für ein effektives Vorgehen gegen islamistischen Extremismus“.
Auch Staatssekretär Jörg Leichtfried betonte, wie der ORF meldet, dass mit den Maßnahmen „ein wichtiges Zeichen gegen islamistischen Terrorismus in Österreich“ gesetzt werde. Die aktuellen Vorgänge zeigen, wie wichtig die Arbeit des Verfassungsschutzes in einer Zeit erhöhter Gefährdungslage ist. Aus ermittlungstaktischen Gründen hält sich das Innenministerium derzeit mit weiteren Details zurück.
Quellen: oe24, BBC, Al Jazeera, Ynet, Der Standard, ORF
Credits: APA
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