Eine aktuelle Umfrage von Unique Research im Auftrag der Zeitung Heute zeigt, dass 58 Prozent der Österreicher gegen weitere finanzielle Hilfen für die Ukraine sind. Die FPÖ sieht sich dadurch in ihrer Kritik an der Regierung bestätigt und fordert einen klaren Kurswechsel.
Umfrageergebnisse: Skepsis gegenüber Ukraine-Hilfen wächst
Laut der Umfrage sprechen sich nur 30 Prozent der Befragten für zusätzliche Zahlungen an die Ukraine aus. Besonders auffällig ist die Ablehnung unter den Wählern der FPÖ, von denen 86 Prozent gegen weitere Hilfen sind. Auch bei den Anhängern der ÖVP überwiegt die Skepsis mit 47 Prozent Ablehnung. Lediglich die Wähler der Grünen (67 Prozent) und der SPÖ (51 Prozent) unterstützen mehrheitlich die Ukraine-Hilfen.
Meinungsforscher Peter Hajek erklärt, dass die grundsätzliche Solidarität mit der Ukraine zwar weiterhin vorhanden sei, die finanzielle Unterstützung jedoch zunehmend kritisch gesehen werde. Viele Österreicher wünschen sich, dass staatliche Mittel vorrangig im Inland eingesetzt werden.
FPÖ fordert Stopp der Zahlungen
Die FPÖ sieht in den Umfrageergebnissen einen klaren Auftrag der Bevölkerung. EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky kritisierte, dass die Regierung und die EU-Kommission den Willen der Bevölkerung ignorierten. Österreich habe über EU-Beiträge bereits rund drei Milliarden Euro für die Ukraine aufgebracht, ohne ausreichende Kontrolle über den Verbleib der Gelder. Vilimsky fordert daher einen sofortigen Stopp der Zahlungen und setzt sich für Friedensverhandlungen ein.
Korruption in der Ukraine als Streitpunkt
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Korruption in der Ukraine. Berichte über luxuriöse Lebensstile ukrainischer Oligarchen, wie etwa vergoldete Toiletten und Bargeldbündel bei Hausdurchsuchungen, sorgen für Empörung. Diese Skandale untergraben laut Kritikern die Hilfsbereitschaft der europäischen Bevölkerung.
Regierung hält an Kurs fest
Trotz der wachsenden Ablehnung in der Bevölkerung hält die österreichische Bundesregierung an ihrem Kurs fest. Erst kürzlich wurden die humanitären Hilfen aus dem Auslandskatastrophenfonds um drei Millionen Euro aufgestockt. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) betonte in der Vergangenheit mehrfach die Notwendigkeit, die Ukraine zu unterstützen, und erhielt dafür sogar einen Verdienstorden vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die FPÖ kritisierte diese Auszeichnung scharf und bezeichnete sie als Bruch mit der österreichischen Neutralität.
Quellen: exxpress.at, heute.at, fob.at, orf.at
Credits: APA
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