In Wien-Floridsdorf kam es am Mittwochabend zu einer dramatischen Eskalation: Vor dem Islamischen Zentrum Imam Ali lieferten sich rund 70 Personen eine brutale Massenschlägerei. Der Auslöser? Eine Gedenkfeier für das getötete iranische geistliche Oberhaupt Ali Khamenei, die auf eine Gegendemo von Regimegegnern traf.
Holzlatten und Stöcke im Einsatz
Wie die Polizei berichtet, begann die Auseinandersetzung gegen 21:30 Uhr, als Teilnehmer der Gedenkfeier und Demonstranten erneut aufeinandertrafen. Mit Holzlatten und Stöcken bewaffnet, gingen die Kontrahenten aufeinander los. Die Wiener Polizei, unterstützt von der WEGA, konnte die Situation schließlich unter Kontrolle bringen. Doch die Bilanz ist erschreckend: Neun Verletzte, von denen sieben ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
Eskalation nach Demo-Ende
Die Gedenkfeier, an der mehrere hundert Personen teilnahmen, verlief zunächst friedlich. Zeitgleich versammelten sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite zahlreiche Demonstranten, die dem Islamischen Zentrum Verbindungen zum iranischen Mullah-Regime vorwerfen. Nach Ende der Veranstaltung um 20:00 Uhr schien die Lage zunächst ruhig. Doch nur kurze Zeit später kehrten Dutzende Beteiligte zurück – und die Gewalt brach aus.
Polizei ermittelt
Laut Polizeisprecher Markus Dittrich handelt es sich bei den Beteiligten vorwiegend um iranischstämmige Männer sowie einige afghanischer Abstammung. Die Ermittlungen laufen. Bereits während der Demonstration wurden zwei Personen festgenommen, eine wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, die andere wegen aggressiven Verhaltens. Zudem gab es 19 Anzeigen wegen verkehrsrechtlicher Delikte.
Konsequenzen für die Zukunft?
Die Polizei kündigte an, bei künftigen Veranstaltungen der iranischen Community verstärkt präsent zu sein. „Wir werden länger vor Ort bleiben und die Umgebung genauer im Blick behalten“, so Dittrich. Doch ob solche Vorfälle damit verhindert werden können, bleibt fraglich.
Quellen: exxpress.at, wien.orf.at, derstandard.de, kurier.at, meinbezirk.at
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