Bravo, Teya: Sie schrieb das Sieger-Lied von JJ beim Song-Contest

Bravo, Teya: Sie schrieb das Sieger-Lied von JJ beim Song-Contest

Teodora Špirić (26), besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Teya, lieferte die wichtigste Zutat für den Song-Contest-Sieg Österreichs: Teya schrieb das Lied für JJ. Die Wienerin produziert im Jahr bis zu 120 Songs und ist auch die Managerin des österreichischen Song-Contest-Siegers.

Was als zufällige Begegnung begann, hat sich zu einer künstlerischen Partnerschaft entwickelt, die nun europäische Musikgeschichte schreibt. Hinter dem Erfolg des österreichischen ESC-Gewinners JJ steckt auch eine junge Frau, die längst mehr ist als nur Songwriterin: Teodora Špirić, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Teya.

JJ selbst gerät ins Schwärmen, wenn er über sie spricht: „Teya ist ein absolutes Multitalent – jemand, der alles kann.“ Tatsächlich schrieb sie nicht nur maßgeblich an JJs Siegertitel Wasted Love mit, sondern übernahm in der Entstehungsphase ganz selbstverständlich auch das Management des Künstlers. „Es gab schlicht niemanden, der sich darum gekümmert hat – also habe ich es gemacht“, erklärt sie pragmatisch. „Dass ich das kann, war mir vorher gar nicht klar.“

Von Kladovo zurück nach Wien

Geboren wurde Teya im Jahr 2000 in Wien. Doch ihre Familie, damals mit befristetem Studentenvisum in Österreich, musste zunächst zurück ins serbische Kladovo. Erst im Alter von sechs Jahren konnte Teodora dauerhaft nach Wien zurückkehren. Hier besuchte sie die Schule – und entwickelte schon früh klare Vorstellungen über ihre Zukunft. „Ich war immer sehr zielstrebig“, sagt sie. Eine akademische Laufbahn, Anglistikstudium, Habilitation, Universitätskarriere – das war der Plan. Musik war zwar eine große Leidenschaft, aber lange Zeit keine ernsthafte berufliche Option. Nebenbei spielte sie sogar Tennis auf gutem Niveau.

Erste Bühnenluft bei Starmania

Den Sprung ins Rampenlicht wagte sie 2021 mit ihrer Teilnahme an der ORF-Castingshow Starmania. Dort schaffte sie es bis in die zweite Finalrunde – und lernte zwei Weggefährten kennen, die später unter dem Namen Salena und JJ ebenfalls ESC-Bühnenluft schnuppern sollten.

Schon als Teenager hatte sie erste Kontakte zur Musikindustrie geknüpft. Mit 17 wurde sie zu einem Chorprojekt in ein Tonstudio eingeladen – ein Erlebnis, das sich als Wendepunkt herausstellen sollte. „Dort habe ich gemerkt, dass ich nicht nur singen, sondern auch Songs schreiben möchte“, erinnert sich Teya. Damit war der Grundstein für ihre kreative Laufbahn gelegt.

Frühe ESC-Ambitionen

Der Eurovision Song Contest hatte sie schon als Kind fasziniert. Mit 18 Jahren nahm sie erstmals direkten Kurs auf die große Bühne – unter dem Künstlernamen Thea Devy arbeitete sie mit dem renommierten Schweizer Produzenten Pele Loriano zusammen. Mit dem Song Judgement Day bewarb sie sich für Österreichs ESC-Beitrag in Rotterdam – wurde aber in der internen Auswahl Zweitplatzierte.

Ihre Entschlossenheit ließ sie dennoch nicht los: Mit der serbischen Version Sudnji dan trat sie beim nationalen Vorentscheid Beovizija in Belgrad an – doch auch dort blieb ihr der große Durchbruch verwehrt.

Erst 2023 trat sie selbst beim Eurovision Song Contest auf – gemeinsam mit Salena als Duo Teya & Salena, das mit dem satirischen Song Who the Hell Is Edgar? Österreich vertrat. Trotz eines schwierigen Auftaktplatzes erreichte das Duo den 15. Rang – ein Achtungserfolg, der ihre Position als kreative Größe in der Musikszene weiter stärkte.

Ein Jahr später steht ihr Name erneut auf der ESC-Bühne – diesmal hinter den Kulissen. Als Autorin und Managerin des aktuellen Siegers hat sie entscheidend dazu beigetragen, dass Wasted Love Europa begeisterte. Und das, obwohl ihr eigener Karriereweg ursprünglich ganz woanders hinführen sollte.

Credits: Instagram/Teya

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