Während die Lage im Nahen Osten eskaliert und zahlreiche Länder ihre Bürger aus der Krisenregion evakuieren, steht Österreich vor einem ernsten Problem: Die Hercules-Transportmaschinen des Bundesheeres sind nicht einsatzfähig. Dies bestätigte Bundesheer-Sprecher Michael Bauer gegenüber der Presse.
Drei Maschinen, keine Hoffnung
Von den drei C-130 Hercules-Maschinen des österreichischen Bundesheeres ist derzeit keine einzige flugbereit. Eine Maschine befindet sich in Langzeitwartung in Portugal, eine weitere hat ein Tankproblem, und die dritte ist schlichtweg defekt. „Wie lange dieser Zustand anhält, ist unklar“, so Bauer. Die Maschinen, die aus den 1960er-Jahren stammen, sind seit Jahren ein Sorgenkind des Heeres.
Unterstützung durch das Außenministerium
Das Außenministerium hat betont, dass man weltweit an der Seite der Österreicher stehe. Sprecher Clemens Mantl erklärte, dass man alles daransetze, den Betroffenen zu helfen. Doch ohne die Hercules-Maschinen wird eine direkte Evakuierung durch das Bundesheer nicht möglich sein. Stattdessen wird das Jagdkommando die Botschaften in der Region unterstützen.
Ein wiederkehrendes Problem
Bereits 2023, während des Gaza-Kriegs, war eine Hercules-Maschine nicht einsatzbereit. Damals musste ein Flugzeug, das bereits auf dem Rollfeld in Linz-Hörsching stand, wieder zurückgezogen werden. Die aktuelle Situation zeigt, dass die Probleme mit der Einsatzfähigkeit der Maschinen nicht neu sind.
Internationale Vergleiche
Andere Länder wie Tschechien haben bereits Militärflugzeuge in die Region entsandt, um ihre Bürger zu evakuieren. Auch Großbritannien und Deutschland setzen auf alternative Evakuierungspläne, wie etwa die Nutzung von Drittstaaten oder die Entsendung von Rapid Deployment Teams. Österreich hingegen bleibt aufgrund der technischen Probleme seiner Hercules-Flotte vorerst handlungsunfähig.
Quellen: oe24.at, sn.at, marktspiegel.de
Credits: APA
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