Regierung packt aus: So kommen Sie jetzt an 325 Euro Entlastung

Regierung packt aus: So kommen Sie jetzt an 325 Euro Entlastung

Die Teuerung frisst unser Geld auf, der Wocheneinkauf wird zum Luxus und die Stromrechnung sorgt für Schweißausbrüche. Doch jetzt reagiert die Bundesregierung. Ein neuer Plan soll die Kosten für Strom und Lebensmittel drücken. Wie das Momentum Institut vorrechnet, winkt einem Durchschnittshaushalt eine Entlastung von satten 325 Euro im Jahr. Doch Experten diskutieren: Ist das der große Wurf oder nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

Strom-Preise im Sinkflug: 200 Euro weniger zahlen

Endlich greift der Staat wirksam in den Energiemarkt ein. Wer genug von den hohen Tarifen hat, kann jetzt aufatmen. Der Plan sieht vor, dass der Strompreis beim Verbund für Haushalte und Kleinbetriebe ab März auf 9,5 Cent pro Kilowattstunde fällt. Aktuell zahlen Neukunden bei heimischen Konzernen oft noch knapp 14 Cent.

Der Wechsel zum günstigeren Verbund-Tarif bringt einem durchschnittlichen Haushalt rund 150,50 Euro Ersparnis pro Jahr. Doch das ist noch nicht alles: Zusätzlich senkt die Regierung die Stromsteuer, was weitere 50 Euro Entlastung bedeutet. In Summe bleiben also rund 200 Euro mehr im Geldbörserl für Stromkunden.

Billiger Essen: Mehrwertsteuer fällt auf 5 Prozent

Auch an der Supermarktkassa soll es spürbar günstiger werden. Die Regierung plant, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zu halbieren – von derzeit 10 auf nur noch 5 Prozent. Das soll die explodierenden Preise für Brot, Milch und Gemüse abfedern.

Wie das Momentum Institut berichtet, spart sich ein durchschnittlicher Haushalt dadurch etwa 126 Euro im Jahr. Interessant dabei: Relativ zum Einkommen profitieren die Ärmsten am meisten. Sie sparen sich 0,8 Prozent ihres Einkommens. In absoluten Zahlen haben jedoch die Besserverdiener die Nase vorn: Das reichste Fünftel der Haushalte spart laut den Berechnungen rund 135 Euro, während Geringverdiener auf etwa 110 Euro Ersparnis kommen.

Experten-Streit: „Bürokratisches Monster“ oder echte Hilfe?

Während die Regierung die Maßnahmen feiert, hagelt es von anderer Seite Kritik. Der liberale Thinktank Agenda Austria lässt kein gutes Haar an den Plänen und spricht von einem „MwSt.-Murks“. Die Kritik ist hart: Die Entlastung sei mit knapp 5,40 Euro pro Monat für einen Durchschnittshaushalt viel zu gering. Zudem warnt Agenda Austria vor einem „bürokratischen Monster“. Eine eigene Preiskommission soll überwachen, ob die Händler die Steuersenkung auch wirklich weitergeben – für die Unternehmen bedeutet das viel Papierkram.

Wer bezahlt die Rechnung?

Die Entlastung gibt es nicht zum Nulltarif. Finanziert werden soll das 400-Millionen-Euro-Paket unter anderem durch neue Abgaben. Geplant ist eine Steuer auf nicht recycelbares Plastik sowie eine Gebühr für Pakete aus Nicht-EU-Ländern. Kritiker bemängeln: Was man den Bürgern links in die Tasche steckt, holt man sich rechts über neue Steuern wieder zurück.

Quelle: oe24.at, vorarlberg.orf.at, Momentum Institut, Agenda Austria
Credits: APA

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