An Kickls traurigstem Tag schießt „Jedermann“ Hochmair mit Holocaust-Sager gegen den FPÖ-Chef

An Kickls traurigstem Tag schießt „Jedermann“ Hochmair mit Holocaust-Sager gegen den FPÖ-Chef

Mit einem berührenden Posting bedankte sich Herbert Kickl bei allen, die Verständnis dafür zeigten, dass er sich um seinen sterbenden Vater gekümmert hat, der nun verstarb (exxtra24 berichtete). Am selben Sonntagvormittag nutzt der „Jedermann“-Darsteller Philipp Hochmair ein „Krone“-Interview, um gegen den FPÖ-Chef zu wettern.

Offenbar wollte der Schauspieler dem Bundesparteivorsitzenden der FPÖ nicht den in einer Kulturgesellschaft üblichen Respekt zukommen lassen, dass bei einem Trauerfall einige Tage vergehen sollten, bis wieder Kritik und Hass gegen Herbert Kickl losgelassen werden kann: Philipp Hochmair muss schon bei dem Treffen mit der Krone-Mitarbeiterin gewusst haben, wie sehr aktuell der Freiheitliche unter der aktuellen familiären Situation leidet – trotzdem hat der Schauspieler das Interview, das heute, Sonntag erschienen ist, für einen Frontalangriff auf Herbert Kickl genutzt.

Kickl in textliche Nähe zu Holocaust gebracht

In dem Gespräch mit der Krone meinte der „Jedermann“-Darsteller wörtlich auf die Frage, worüber er sich zuletzt geärgert hätte: „Dass es so lange gedauert hat, Kickl aus der Regierung rauszukegeln.“ Und er begründet diesen Satz dann: „Ich habe Kickl erwähnt, weil mich diese rechtsextreme Dynamik, für die er steht, tief verstört. Diese Dynamik gab es schon einmal – als Nächstes kam der Holocaust.“

Eine Holocaust-Erwähnung in einem Satz mit dem FPÖ-Chef – eine Verbalattacke an dessen Trauertag, wenn Herbert Kickl den Tod seines Vaters beklagt. Die Ausrede, dass dieses Interview bereits vor dem Sonntag verfasst worden ist, kann diese Pietätlosigkeit nicht verringern: Seit Tagen schrieben alle Medien – auch die Krone – über Herbert Kickls Abwesenheit von der innenpolitischen Bühne, weil er sich um den im Sterben liegenden Vater kümmert.

Das Maß des Anstands liegt bei der Wirklichkeit – ein Zitat von Hugo von Hofmannsthal, dem Autor des „Jedermanns“.

Credits: APA, Screenshot

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