Ein Ausflug in einen stillgelegten Steinbruch endete für eine junge Frau aus Sachsen-Anhalt tödlich. Die 21-Jährige prallte am Samstag in Warstein in Nordrhein-Westfalen bei einem Sprung an einer selbstgebauten Vorrichtung gegen eine Felswand. Die Rettungskräfte konnten sie nicht mehr retten.
Kein offizielles Gelände
Die Frau aus Aschersleben war laut oe24 mit vier Begleitern aus Sachsen-Anhalt in den ehemaligen Steinbruch gekommen. Das Gelände ist kein offizielles Kletter- oder Sprungareal. Die Vorrichtung zum Springen hatte die Gruppe nach Angaben der Polizei selbst gebaut.
Zunächst als Kletterunfall gemeldet
Anfangs ging die Polizei von einem Kletterunfall aus. Am Sonntag korrigierte ein Sprecher gegenüber dem WDR: “Sie ist nicht in die Tiefe gestürzt, sondern bei dem Sprung gegen eine Felswand geschlagen.” Die 21-Jährige erlitt dabei schwerste Verletzungen. Rettungskräfte versuchten noch vor Ort, sie wiederzubeleben, die Frau starb jedoch am Unfallort.
Begleiter unter Schock
Die vier Begleiter standen nach dem Unglück unter Schock und wurden von Notfallseelsorgern der Feuerwehr betreut. Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Hergang aufgenommen.
Warum selbstgebaute Anlagen gefährlich sind
Kommerzielle Bungee- und Seilsprunganlagen unterliegen in Deutschland technischen Prüfungen, Seillängen und Dehnung werden genau auf Gewicht und Sprunghöhe abgestimmt. Bei Eigenbauten fehlt diese Kontrolle – schon kleine Fehler bei Seil, Befestigung oder Abstand zur Wand können dazu führen, dass Springer gegen Hindernisse schwingen oder aufprallen. Stillgelegte Steinbrüche sind zudem meist nicht für Freizeitnutzung freigegeben, das Betreten ist oft verboten.
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