Der historische Wahlsieg der Linken in Berlin sorgt weiterhin für hitzige Debatten. Kabarettistin Monika Gruber meldete sich auf der Plattform X mit ungewöhnlich scharfen Worten zu Wort – dabei unterlief ihr allerdings ein deutlicher Zahlenfehler.
Ein historischer Erfolg für die Linke
Die Linke ging bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl als klare Siegerin hervor: Mit 25,7 Prozent der Zweitstimmen konnte die Partei ihr Ergebnis von 2023 mehr als verdoppeln und wurde damit erstmals in ihrer Geschichte stärkste Kraft bei einer Berliner Abgeordnetenhauswahl. Spitzenkandidatin Elif Eralp strebt nun den Einzug ins Rote Rathaus als Regierende Bürgermeisterin an – ob ihr das gelingt, entscheidet sich in der anstehenden Regierungsbildung.
„Asi-Loser-Partei“ und eine Forderung an Söder
Auf das Ergebnis reagierte Gruber mit deutlicher Wortwahl. Wie oe24 berichtet, bezeichnete sie die Linke als „Asi-Loser-Partei von Antisemiten und Islamisten“ und forderte Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder auf, den Länderfinanzausgleich aus Bayern in Richtung Berlin einzustellen.
Kritik an jungen Wählerinnen – mit falscher Zahlengrundlage
In einem weiteren Posting nahm Gruber gezielt das Wahlverhalten junger Frauen ins Visier. Sie behauptete, 51 Prozent der jungen Frauen in Berlin hätten die Linke gewählt, 33 Prozent die Grünen. Auf dieser Grundlage machte sie das Bildungssystem verantwortlich und sprach von einer Generation „völlig verblendeter, gendernder, ökonomischer und historischer weiblicher Analphabeten“.
Ihre Zahlen halten allerdings einer Überprüfung nicht stand: Nach der tatsächlichen Nachwahlbefragung von Infratest dimap wählten zwar tatsächlich 51 Prozent der Wählerinnen unter 25 Jahren die Linke – die Grünen kamen in dieser Altersgruppe aber nur auf 13 Prozent, nicht auf die von Gruber genannten 33 Prozent.
Die Linke besonders stark bei jungen Wählern insgesamt
Unabhängig vom Geschlecht zeigt sich bei jüngeren Wählern generell ein deutlicher Trend zur Linken: Unter den unter 25-Jährigen insgesamt entschieden sich 43 Prozent für die Partei, bei den Erstwählern waren es 38 Prozent.
Credits: Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37921058 / mit KI in querformat gebracht
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